Trimmen & Scheren

Scheren und Trimmen – zwei unterschiedliche Techniken

Scheren

Beim Scheren wird das Hundefell mit einer Haarschneidemaschine gekürzt. Das Arbeiten mit einer Schermaschine ist effektiv und schnell. Es befreit den Hund innerhalb kurzer Zeit von überflüssigem Fell und verleiht ihm ein gepflegtes Aussehen. Die Haarlänge variiert je nach verwendetem Scherkopf.

Grundausstattung:

für das Scheren
• Schermaschine mit div. Scherkopfaufsätzen
• eine Drahtbürste
• ein mittelweiter Stahlkamm
• eine Fellschere, lang (am besten mit Microverzahnung und gebogen)
• eine Fellschere, kurz (am besten vorne abgerundet)

für die tägliche Pflege
• eine Drahtbürste
• ein mittelweiter Stahlkamm
• ein enger Stahlkamm

Rassen, die geschoren werden: Pudel, Bedlington Terrier u.a.

Schneiden

Beim Schneiden wird das Hundefell mit einer Handschere gekürzt. Die speziellen Fellscheren unterscheiden sich je nach Verwendungszweck. So wird z.B. die Effilierschere hauptsächlich zum Ausdünnen bestimmter Fellpartien verwendet. Vorne abgerundete Scheren finden ihren Einsatz an schwer zugänglichen Stellen, wo zudem Verletzungsgefahr besteht. So z.B. im Geschlechtsbereich, um die Augen herum etc.

Rassen, die nur mit der Handschere bearbeitet werden: Bichon-Frisée, Australian Silky Terrier, Yorkshire Terrier u.a.

Das Fell von Hunden mit seidigem Fell (wie z.B. Malteser, Havaneser, Lhasa Apso, Afghane) sollte ebenfalls alle paar Monate gekürzt bzw. korrigiert werden.

Trimmen

Unter Trimmen versteht man das Auszupfen von altem locker gewordenen Deckhaar und überschüssiger Unterwolle. Durch Trimmen in regelmäßigen Zeitabständen (ideal sind 8-12 Wochen) kann man bei vielen Hunden das sogenannte Rolling-Coat erzielen. Unter dem langen Deckhaar sitzt bei diesem Fell nicht nur die Unterwolle, sondern eine kurze Schicht neuer Deckhaare, die beim erneuten Trimmen zum Vorschein kommen.

Aufgepasst! Wer seinen Rauhaarigen komplett schert, sollte wissen, dass in der Folge immer feineres Haar nachwächst, die Farben nach und nach verblassen und die noch in der Haut steckenden Haarwurzeln abgestorbener Haare den Juckreiz fördern. Was im Extremfall wiederum zu Ekzemen und unspezifischen Allergien führen kann.

Grundausstattung:

für das Trimmen
• zwei bis drei Trimmmesser
• eine große und eine kleine Klippschere
• eine Haarschere
• eine Effilierschere

für die tägliche Pflege
• eine Drahtbürste
• ein mittelweiter Stahlkamm
• ein enger Stahlkamm
• ein Gummihandschuh mit Noppen

Rassen, die getrimmt werden: Airdale Terrier, Westhighland White Terrier, Foxterrier, Welsh Terrier, Irish Terrier, Schnauzer, Rauhaardackel u.a.

Ausnahmen

Bei Rauhaarigen, die von Natur aus ein zu weiches Haar besitzen, muss man ein bisschen anders vorgehen. Man sollte versuchen, solch einen Hund zumindest teilweise zu trimmen, um so im Laufe der Zeit eine Verbesserung der Haarstruktur zu erreichen. Jedoch muss gesagt werden, dass ein Rauhaar mit extrem wolligem Fell so gut wie nicht trimmbar ist. Hier bleibt einem nichts anderes übrig, als zu Schere und/oder Maschine zu greifen.
Zu guter Letzt: je nach Alter oder Gesundheitszustand sollte man ebenfalls von der Trimmprozedur absehen. Hier ist das Scheren/Schneiden dann die bessere Wahl.